Familienstellen

A: Als Gruppenarbeit mit Stellvertretern
Die aufgestellte Person schaut zu, die anderen Teilnehmer (auch Stellvertreter genannt) stellen das Problem symbolisch dar. Aufgestellte Themen sind unterschiedlichste familiäre Probleme zwischen Eltern, Kindern, Geschwistern usw. Hier findet Ihr ein Formular, das Euch eine allgemeine Übersicht dazu bietet. Es können auch andere Themen wie Krankheit, Täter/Opfer-Rollen, Probleme am Arbeitsplatz, Karmaablösung und vieles mehr betrachtet werden. Aufgestellt  werden – je nach Art des Problems – nicht nur die Gegenwart, sondern auch Situationen, die weit in der Vergangenheit zurückliegen können.

Einer der Statisten stellt die aufgestellte Person dar, diese beobachtet zunächst von außen. Dann kommen weitere Personen als Stellvertreter ins Spiel. Jeder steht für eine beteiligte Person aus dem Familiensystem oder aber auch für einen allgemeinen Begriff wie Kraft, Geld, Angst, die Krankheit usw.

Die aufstellende Person positioniert Ihre Familienmitglieder und Bekannten sowie die belastenden Themen im Raum. Dabei ist wichtig, wie die aufstellende Person die verschiedenen Familienmitglieder in Ihrer Beziehung zueinander sieht: liebevoll, freundschaftlich, sich nahe stehend, feindlich, von einander abgewendet, unterdrückend, dominierend usw. “Wer steht von wem wie weit weg und wer blickt wohin jeweils im Bezug zu allen Anderen Stellvertretern?” Was empfindet die aufstellende Person im Einzelnen zu dem entwickelten Gesamtbild? Welche Gefühle, Erkenntnisse, Wünsche – auch bisher im Unterbewussten verborgen – kommen ans Licht? Der Aufstellungsleiter führt aufgrund seiner psychotherapeutischen Ausbildung durch die Aufstellung.

Alle Teilnehmer bewegen sich intuitiv durch den Raum, zu anderen Personen hin oder von Ihnen weg und zeigen dabei (fremde, zum aufgestellten Problem gehörende) Gefühle und Empfindungen. Der Veranstalter führt mit passenden Fragen durch die Aufstellung. Bei der Auswahl, welcher Statist welche Rolle darstellt, wird manchmal vom Unterbewusstsein auch dessen persönliche Situation mit berücksichtigt. Wichtig ist dabei, dass sich alle Beteiligten von Ihrem Unterbewusstsein führen lassen. Es darf keine eigene Interpretation durch eigene Gedanken und Ideen hinzufügt werden.
Wie kann dies funktionieren? Alles im Universum ist energetisch miteinander verbunden. Feinste Schwingungen und Energien übertragen sich durch das sogenannte morphogenetische Feld – ähnlich der Quantenheilung – durch Raum und Zeit. Zusätzlich unterstützen Gott, Jesus Christus, der heilige Geist, das höhere Selbst und auch Schutzengel die Familienaufstellung.
Zum Schluss übernimmt die aufgestellte Person selbst Ihre eigene Rolle und wird an die Lösung herangeführt.

B: In der Einzelarbeit wird ohne Menschen als Stellvertreter gearbeitet. Bei dieser Art des Systemstellens verwenden wir Figuren oder auch Baukastensteine, um die Familiensituation darzustellen. Wie weit ist der eigene Familienstammbaum (und der eines Ehepartners) zurück in die Vergangenheit bekannt? Bis zu den Großeltern – den Urgroßeltern – Was ist über die Lebensgeschichte all dieser Menschen bekannt? Was für Erlebnisse, (veraltete) Glaubenssätze und Verhaltensweisen können von den Eltern/Großeltern/den Urahnen noch heute Probleme bereiten?

Ein persönliches Erlebnis: Ich selbst war die aufgestellte Person und habe von außen zugesehen. Mein aufgestelltes Problem ging um den Tod meines Vaters: Unfall oder Selbstmord? Die Statistin, die meine Rolle spielt, bricht im Verlauf der Aufstellung in Tränen aus: Ihr Vater hat Selbstmord begangen. Auch Ihr kann mit der Familienaufstellung geholfen werden.